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Poker ein Glücksspiel in Österreich?

25 November 2008 - Jurgen Smit
   

Poker gilt in Österreich als Geschicklichkeitsspiel. Daher durfte auch in Privat-Casinos gepokert werden. Eine rechtliche Grauzone, die nun klar definiert werden soll und Pokern zu einem Glücksspiel machen soll. Das würde heißen, dass Poker dann im Monopol verankert wäre und ausschließlich die Casinos-Austria Anbieter sein dürften.

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Laut Gesetzes-Entwurf soll Poker nur in Turnierform, zum „bloßen Zeitvertreib" und bis maximal 10€ pro Teilnehmer außerhalb von staatlichen Casinos gespielt werden. Einer der Vorreiter im Kampf um die Anerkennung von Poker als Geschicklichkeitsspiel war und ist „Concord Card Casino" Gründer Peter Zanoni. Er hat schon einige Rechtsstreitigkeiten hinter sich gebracht, immer wieder wurde in den letzten Jahren versucht das Pokerspiel in das Monopol zu integrieren, was jedoch ohne Erfolg blieb. Auch jetzt will Zanoni diesen Entwurf nicht kommentarlos hinnehmen und laut Tageszeitung „Die Presse" sogar bis zum EuGH gehen.

Am Freitag wurde ein Dementi seitens des Finanzministeriumssprechers Harald Waiglein über die APA (Austrian Press Agency) bekannt: Das geplante Gesetz bringe in punkto Pokern - einem der Hauptanstoßpunkte - keine Veränderung zur bisherigen Gesetzeslag. Es sei bereits vor einigen Jahren vom Verfassungsgerichtshof ausjudiziert worden, dass das Kartenspiel ein Glücksspiel sei.

Was bedeutet das für den Poker Spieler und Anbieter? Die Aussage lässt keine konkreten Schlüsse zu, wie es mit dem österreichischen Poker weitergehen wird.

Die Begutachtungsfrist für den Entwurf dieser Gesetzesänderung endet am 4.Dezember. Welche Punkte geändert wurden und an welchen festgehalten wird, das wird sich erst zu diesem Datum herausstellen.

Eingetragen: 25 November 2008
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