ESBK fordert Aufhebung des Verbots von Online Glücksspielen
25 November 2008 - Franz Muller
Benno Schneider ist überzeugt, dass eine Aufhebung des Verbots Sinn macht, um geprüft zu werden. Es muss geschaut werden, ob Schweizer Konzessionen für Internet-Casinos erteilt werden sollten. Ausländische Anbieter sollen seiner Ansicht nach weiter verboten werden. Durch Lizenzvergaben können die Unternehmen geprüft und kontrolliert werden. Nur so kann Qualität gewährleistet werden und wäre ein sinnvoller Spielerschutz möglich. Die Anforderungen müssten an die Online-Anbieter genauso hoch sein, wie für die realen Casinos in der Schweiz.
Neben der behördlichen Kontrollmöglichkeit würde sich durch Online-Glücksspiel eine lukrative Steuereinnahme für die Schweiz bieten.
Technisch gesehen wäre das Sperren von ausländischen Internet-Glücksspielseiten kein Problem, jedoch wäre der Aufwand dafür relativ hoch.
Eine Alternative wäre ein Verfahren wie beim UIGEA der USA, was bedeuten würde, dass Zahlungen an Casinos ins Ausland und Gutschriften verboten wären. Aber auch hier müsse geprüft werden ob der Zweck die Mittel heiligt.
Schneider möchte dem Bundesrat bis Ende 2008 einen Bericht zum Online-Glücksspielverbot vorlegen. Dieser soll die derzeitige Situation zusammenfassen und wiederspiegeln. Denn Qualität von ausländischen Seiten, illegalem Glücksspiel und Konsequenzen können seiner Ansicht nach nur dann ausreichend geprüft und nachverfolgt werden, wenn es zu einer Verbotsaufhebung kommt.
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