UIGEA Regulierungen treten in Kraft
17 November 2008 - Max Hamel
Der im Oktober 2006 von dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush abgesegnete "Unlawful Internet Gambling Enforcement Act" zur Eindämmung illegaler Internet-Glücksspielaktivitäten in den Vereinigten Staaten zeigt drastische Auswirkungen auf die im Hintergrund agierenden Finanzunternehmen. Das Gesetz verbietet Kreditkarten-Unternehmen, Banken und Online-Bezahldiensten Geld an Online-Casinos zu überweisen. Auch für US-Bürger ist es seither verboten Onlinekasinos zu "betreten".
Die UIGEA würde laut der EU dazu führen, dass europäische Gambling-Unternehmen auf dem US-Markt diskriminiert werden. Die World Trade Organisation (WTO) hatte bereits im Vorfeld gewarnt, dass das Gesetz im Widerspruch mit internationalen Handelsabkommen stehen würde.
Aber es wird reichlich Chaos bezüglich der Umsetzung geben, denn das Federal Reserve und das Finanzministerium die die neuen Regeln geschrieben haben, haben nicht klar formuliert, was genau "illegales" Internet Glücksspiel darstellt.
Obwohl die Verabschiedung dieser Regulierungen keine guten Nachrichten für Pokerspieler sind, haben Erika Lovley und Ryan Grim einen Artikel veröffentlicht, der erklärt warum der Congressional Review Act von 1996 letztendlich die Rettung für Pokerspieler darstellen könnte. Dieser besagt nämlich, dass jegliche Regulierung die innerhalb der letzten 60 Tage vor dem Ende eines Kongresses beschlossen werden, am 15. Tag eines neuen Kongresses abgesegnet werden müssen. Wichtig daran ist, dass es dadurch möglich wäre sie wieder fallen zu lassen nachdem Obama das Amt angetreten hat. Natürlich ist das keine Garantie, aber es gibt Hoffnung.
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