Europäische Union missbilligt deutschen und schwedischen Poker
06 Februar 2008 - Thomas Krug
EU (Foto: jepoirrier) 
Briefe wurden geschrieben. Antworten wurden erwartet. Was ist der mögliche Ausgang? Kein Online Poker für Deutschland und Schweden? Es könnte passieren, da die Europäische Kommission gegen zwei seiner Mitgliedsnationen vorgegangen ist, in Bezug auf Glücksspielbeschränkungen. 
Eine formelle Notiz in Briefform wurde durch die Kommission ausgestellt, die zwei Monate auf Antwort warten wird. Die Angelegenheit in Deutschland dreht sich pauschal um „Glücksspiele", die im Internet gespielt werden sowie um Sportwetten, Fernsehwerbebeschränkungen und auch sogar um Straßenplakatwände. Darin gebündelt sind UIGEA-ähnliche Verbote für Finanzinstitute, denen auferlegt wird, Zahlungsüberweisungen an Online Glücksspielplattformen zu blockieren.
In Schweden geht es in der Angelegenheit um Pokerspiele und –turniere – ziemlich umfassend, aber so lautet das Schreiben, das sich bezüglich oben genanntem auf „alle nationalen Maßstäbe" beruft. In Schweden kann man viele Pokerspiele und Turniere in den Casinos finden und das staatseigene „Svenska Spel" ist derjenige, der die Karten verteilt (sozusagen).
Die Kommission hat sich diesen zweien angenommen, weil die nationale Gesetzgebung in diesen beiden Ländern die Geschäfte anderer Mitgliednationen beeinflusst. Also nehmen wir uns die Erlaubnis, dies zu erklären. Wenn Schwedens staatseigene Einrichtung das einzige Spiel weit und breit ist, bedeutet dies für ein französisches Unternehmen, dass ihm eine Gelegenheit fehlt, Umsatz durch schwedische Spieler zu erwirtschaften.
Und noch eine Sache, die von der EU heraufgeholt wurde – genauer gesagt vom europäischen Gerichtshof – ist, dass „stetig und systematisch" in keinem der Länder der Fall ist, und es muss sich bei dieser Angelegenheit nach ihren Richtlinien richten. In Verbindung dazu steht die Tatsache, dass in Deutschland Pferderennen und Lotto nicht unter dieselbe Gesetzgebung fallen wie die Poker- und Sportwettbranche (einmal mehr Schatten des UIGEA).
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